Die Weltmeisterschaft bildet den Höhepunkt des internationalen Kata-Wettkampfjahres und hat für die teilnehmenden Athlet*innen entsprechend große Bedeutung. Nach intensiver Vorbereitung galt es in Sarajevo, die eigene Wettkampfform zum entscheidenden Zeitpunkt abzurufen und die technischen Feinheiten der jeweiligen Kata mit Präzision und Sicherheit zu präsentieren. Für das deutsche Team ging es dabei nicht nur um Platzierungen und Medaillen, sondern auch darum, die hohe Qualität des deutschen Kata-Judo im internationalen Vergleich zu zeigen.
Jette Buchholz und Laurenz Degener traten in der Nage-no-kata der U21 an und sicherten sich in ihrer Vorrundengruppe mit 349 Punkten den dritten Platz. Damit qualifizierte sich das NJV-Duo für das Finale der besten neun Paare.
Als erstes Paar eröffneten Buchholz und Degener die Finalrunde. Mit ihrer Darbietung waren die beiden selbst noch zufriedener als in der Vorrunde, die Wertung fiel mit 345 Punkten allerdings etwas niedriger aus. Im weiteren Verlauf des Finales rutschte das Duo in der Platzierung nach hinten und beendete die Weltmeisterschaft schließlich auf Platz neun.
Auch Sonja Schacht und Bennett Brandes gingen in Sarajevo in der Nage-no-kata an den Start. Das niedersächsische Paar erreichte in seiner Vorrundengruppe 356,5 Punkte und damit Platz sechs. Da sich jeweils nur die besten drei Paare aus den drei Vorrundengruppen für das Finale qualifizierten, verpassten Schacht und Brandes den Einzug in die Finalrunde. Mit ihrer eigenen Leistung waren beide dennoch zufrieden. Die Kata gelang so, wie sie es sich im Vorfeld vorgenommen hatten. Das persönliche Gefühl spiegelte sich aus ihrer Sicht allerdings nicht vollständig in der Wertung wider.
Für die vier niedersächsischen Starter*innen im DJB-Aufgebot bedeutete die Weltmeisterschaft damit einen besonderen Abschluss des internationalen Kata-Wettkampfjahres. Während Buchholz und Degener mit dem Finaleinzug zu den besten neun U21-Paaren ihrer Disziplin gehörten, präsentierten auch Schacht und Brandes ihre Kata auf der größten internationalen Bühne des Jahres.