NJV in Tokushima: Japanischer Grillabend und viel Training

Tag 3 und 4 in Tokushima waren von viel Judo, aber auch einigen kulturellen Highlights geprägt.

Indigo-Färben: Eine seltene Handwerkskunst.

Dritte Trainingseinheit: Narutouzushio High School

 

Tag 3: Awa Odiri und viel Randori
Am dritten Tag unserer Japanreise durften wir (wie die vorherigen Tage) zunächst ein traditionelles japanisches Frühstück genießen, anschließend sind wir zur Awa Mittelschule gefahren, um unsere zweite Trainingseinheit zu beginnen. Eine Stunde der Einheit haben wir Randori gemacht, die restliche Zeit unseres Trainings haben wir uns aufgewärmt und anschließend einen Technik-Teil gemacht.

Danach sind wir zu einem Convenience Store (Konbini) gefahren, um uns unser Mittagessen zu kaufen. Wir sind direkt weiter gefahren, um uns eine Parade in Tokushima anzuschauen, bei der auch ein Tanz, der typisch für Tokushima ist, vorgeführt wurde: Awa Odori. Am Nachmittag haben wir an einer Trainingseinheit einer japanischen Kampfsportart namens Shorinji Kempo teilgenommen, bei der uns viele Arten von Schlägen, Tritten und der Einsatz von Nervendruckpunkten erklärt wurden. Insgesamt war es eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung.

Anschließend sind wir zu einem Tempel gefahren, um uns von einem Mönch das Meditieren näher bringen zu lassen, uns wurde außerdem ein wenig über denn Glauben des Buddhismus erzählt und erklärt, wozu das Meditieren nützlich sein kann: zum Beispiel, um seine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und sich von schlechten Gedanken und Problemen lösen zu können. Der Tag endete mit einer Grillfeier, bei dem viele Offizielle der Präfektur und des Judo-Verbands Tokushima waren und sehr viele Gastgeschenke ausgetauscht wurde, sowohl von der Seite der Präfektur Tokushima als auch vom Niedersächsischen Judo-Verband. Wir trafen auch einige der Judoka der vorherigen Einheit wieder und hatten noch einmal Zeit, um richtig mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei half uns natürlich ein Online-Übersetzer, viel mehr aber noch unsere Übersetzerin Kana Ishimaru.

Tag 4: Indigo-Färben und High School Training
Der vierte Tag war nicht so eng getaktet, was hieß, dass wir erst um 09:30 Uhr losfahren mussten. Wir konnten also ausschlafen. Nach dem Frühstück ging es zum Indiogo-Färben. Als erstes haben wir den Ablauf erklärt bekommen und durften anschließend uns selbst ein eigenes kleines Handtuch färben. Der Ablauf dauert für einen dunklen Blauton meist mehrere Tage. Uns wurde aber eine Art gezeigt, bei der es nur einige Minuten dauert.

Anschließend sind wir dann zu einer Mall gefahren, in der wir viel Zeit zum Einkaufen bekamen. Wir haben viele Souvenirs für unsere Familien und Andenken an die tolle Zeit in Tokushima gekauft. In der Mall haben wir dann auch Mittag gegessen, wir durften uns selbst ein Restaurant aussuchen bei dem wir bestellen konnten, danach haben wir noch mal eine Stunde bekommen in der wir durch die Läden schlendern durften.

Danach sind wir zu einem Judo-Training in die Narutouzushio High School gefahren. Das war eine gute Vorbereitung auf den folgenden Wettkampf, an dem auch diese Schule teilnehmen wird. Die Trainingsgruppe startet allerdings nicht in unserer Altersklasse, sondern eine Altersklasse höher.

Zum Abschluss des Tages aßen wir dann in einem chinesischen Restaurant, wir mussten unsere Schuhe ausziehen und saßen an einem im Boden eingelassenen Tisch. Wir haben viele neue Sachen probiert und neue Gerichte kennengelernt.

Text: Henry Wulf und Maksim Eichwald

Die Maßname wird aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen gefördert.