EM-Mixed-Team Bronze und ein starker Platz 5: Bei den diesjährigen Europameisterschaften in Zagreb (CRO) gingen unsere NJV-Athletinnen Pauline Starke (-57 kg), Giovanna Scoccimarro (-70 kg) und für das Mixed-Team Anna Monta Olek (-78 kg) auf die Tatami. Am ersten Wettkampftag ging Pauline Starke nach einem Freilos an den Start und stellte gegen die Niederländerin Julie Beurskens ihre Ne-waza-Fertigkeiten unter Beweis. Auch Marta Garcia Martin (ESP) und Telma Monteiro (POR) im Poolfinale besiegte Starke am Boden. „Sie hat kurzen Prozess mit der sechsfachen Europameisterin Monteiro gemacht und mit einem schönen Hebel gewonnen“, so Bundestrainer Claudiu Pusa über Starkes Start in der EM-Vorrunde.
Im Halbfinale gegen die Slowenin Kaja Kaizer führte Starke nach weniger als einer Minute Kampfzeit mit Waza-ari für eine saubere Ashi-waza Technik. Den Rückstand holte die Slowenin allerdings zwei Minuten später auf und Starke erhält kurz vor Kampfende Hansoku-make und stand somit im kleinen Finale um Bronze gegen die Israelin Timna Nelson Levy. Nach einem über lange Zeit hinweg dynamischen, aktiven und ausgeglichenem Kampf auf Augenhöhe ging dieser in die Golden-Score-Verlängerung. Nach rund 6:30 Minuten Kampfzeit erkämpfte die Israelin eine Waza-ari-Wertung und Starke wird somit Fünfte. „Sie hat einen sehr starken Kampf gegen die Israelin gemacht und wiederholt das Ergebnis vom vergangenen Jahr. Inhaltlich hat sie sehr gutes Judo gezeigt und unsere abgestimmte Linie beibehalten“, resümiert Pusa.
In der Gewichtsklasse bis 70 kg ging Giovanna Scoccimarro ins Rennen um die EM-Medaillen. Scoccimarro gewann ihren ersten Kampf souveran mit zwei Waza-ari gegen die Polin Eliza Wroblewska kurz vor Ende der Kampfzeit. Im zweiten Kampf musste sie sich leider gegen Hilde Jager (NED) mit Waza-ari geschlagen geben und schied somit frühzeitig aus dem Wettkampfgeschehen aus.
Last, but not least, ging Anna Monta Olek (-78 kg) gemeinsam mit dem deutschen Mixed-Team auf die Matte. Nach einem Freilos kämpfte das deutsche Team zunächst gegen Serbien. In der Gewichtsklasse +70 kg erzielte Olek gegen Milica Zabic die zweite Waza-Ari-Wertung im Boden durch Haltegriff und punktete damit ebenso wie ihre Teamkämpfer*innen Johannes Frey, Jano Rübo und Samira Bock. Mit einem Endergebnis von mit 4:1 stand das Team somit im Halbfinale gegen Frankreich. Mit 4:2 geht das Halbfinale und damit der Einzug ins Finale an Frankreich und das deutsche Team zog ins kleine Finale um Bronze gegen Italien ein. Olek ging erneut in der Gewichtklasse +70 kg auf die Tatami und punktete mit einer erstklassigen Te-waza-Technik gegen Giorgia Stangherlin nur wenige Sekunden nach Beginn des Golden Scores mit Ippon. Jano Rübo, Samira Bock und Johann Lenz gewannen ihre Kämpfe ebenfalls, sodass es am 4:1 für Deutschland steht und das Team die EM-Bronzemedaille gewann.
Das NJV-Team gratuliert zur Platzierung und EM-Bronzemedaille!