Olek gewinnt Grand Slam in Abu Dhabi

It's gold again: Beim Grand Slam in Abu Dhabi erkämpfte sich Anna Monta Olek (-78 kg, Judo-Team Hannover) die Goldmedaille und lies ihrer Konkurrenz keine Chance. Auch Sarah Ischt (VfL Wolfsburg) setzte mit ihrer ersten Grand Slam Teilnahme ein Ausrufezeichen in der Gewichtsklasse bis 48 kg und unterlag knapp im kleinen Finale um Bronze.

Foto: IJF

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Nach Bronze beim Grand Slam in Baku und Silber beim Grand Slam in Kasachstan konnte Anna Monta Olek beim Grand Slam in Abu Dhabi ihre erste Grand-Slam-Goldmedaille einfahren: „Vor zwei Jahren habe ich hier mit Bronze meine erste Grand-Prix-Medaille gewonnen und nun schließt sich ein Kreis. Es ist meine Stadt“, sagte Olek glücklich und zufrieden über ihren Sieg. „Ich hatte mir tatsächlich vorgenommen, hier Gold zu gewinnen. Aber ich wollte es nicht laut sagen, es war mein inneres Ziel.“

Durch ein Freilos stand Olek bereits als Poolsiegerin fest und stand im Halbfinale ihrer Gewichtsklasse. Dort kämpfte sie gegen Zanet Michaelidou aus Zypern und gewann nach rund drei Minuten mit Ippon für O-uchi-gari. Im Finale trat sie dann gegen die Französin Chloe Buttigieg, die im vergangenen Jahr beim Grand Slam in Paris den 2. Platz belegte, auf die Tatami. Nach fast zwei Minuten Kampfzeit musste Buttigieg bereits zwei Shidos für sich verbuchen und den Kampf aktiver gestalten. Kurz darauf punktete Olek mit Waza-ari, den sie danach geschickt über die Kampfzeit verteidigte und damit die Goldmedaille gewann. „Es ist meine erste Grand-Slam-Goldmedaille, und ich freue mich sehr darüber.“

Bundestrainer Claudiu Pusa ist sehr stolz auf seinen Schützling: „Anna ist super mutig und aktiv im Kampf, sie hat über die ganze Zeit ihre Linie gehalten und war nie in großer Gefahr. Sie hat sehr souverän gekämpft, ich bin sehr stolz auf sie.“

Ihren ersten Auftritt auf einer Grand-Slam-Matte hatte Sarah Ischt (-48 kg) in Abu Dhabi: Wie Olek startete auch Ischt mit einem Freilos ins Turnier und konnte sich gegen Leyla Aliyeva mit einer Würgetechnik im Boden durchsetzen, was ihr den Poolsieg bescherte. Im Halbfinale gegen Sabina Giliazova wurde es dann spannend. Mit zwei Shidos im Gepäck ging der Kampf auf Augenhöhe über die reguläre Kampfzeit hinweg in die Golden-Score-Verlängerung. Nach rund 6 Minuten punktete Giliazova jedoch mit Ippon für Uchi-mata, sodass Ischt ins kleine Finale um Bronze einzog. Dort stand ihr keine geringere als Abiba Abuzhakynova aus Kazachstan gegenüber, die bei den Olympischen Spielen in Paris den 5. Platz belegte. Ischt ging zunächst wieder mit zwei Shidos auf der Anzeigetafel in Rückstand und erkämpfte sich dann kurzerhand eine Waza-ari-Wertung für O-uchi-gari. Knapp 30 Sekunden nach der Führung unser Athletin glich Abuzhakynova mit Waza-ari aus und erzielte im Boden den zweiten Waza-ari.

In den kommenden Wochen stehen noch weitere Wettkämpfe an. Zunächst finden Ende Oktober die Deutschen Meisterschaften in Stuttgart statt. „Dort möchte ich auf jeden Fall eine Medaille,“ so Olek selbstbewusst. Aber auch die U23-Europameisterschaften stehen im November in Polen auf der Agenda. „Ansonsten geht’s dann in die Grundlagenausbildung, Ausdauer und zum Konditionsblock, damit wir gut gestärkt ins neue Jahr einsteigen können."

Die Wettkampflisten sowie Videos von Anna Monta Olek und Sarah Ischt sind unter JudoTV einsehbar.

Text: DJB/NJV