Unter den 474 Judoka aus 38 Nationen gingen am Wochenende für den NJV Marley Garland (-63 kg, SV Nienhagen) und Matti Göbel (-81 kg, Judo-Team Hannover) in Ungarn an den Start.
Dass sie zu den besten Sportler*innen ihrer Gewichtsklasse zählen, haben beide schon mehrmals unter Beweis gestellt. So gewann Marley Garland im März Bronze beim internationalen Thüringenpokal in Bad Blankenburg und Matti Göbel krönte sich wenige Wochen vorher zum Vize-Deutschen Meister der U21.
Für den EC in Paks wollten sie noch einmal eine Schippe drauflegen, um wichtige Punkte für die mögliche Nominierung zu einem der Höhepunkte zu sammeln. Für Marley Garland begann der Wettkampf am Samstag mit einem Freilos in Runde eins, bevor sie auf die Finnin Laura Hakso traf. Nachdem sie bereits mit Yuko in Führung ging, baute Marley Garland den Vorsprung weiter aus und erzielte wenig später einen Ippon für Ura-Nage. Ihre nächste Gegnerin hieß: Viktoriia Martynenko (IJF-Team). Nach einer starken kämpferischen Leistung und einem spannendem Duell verlor die Nienhagenerin in der letzten Kampfminute im Boden. Damit schied sie vorzeitig aus dem Wettkampf aus. Ihre Gegnerin gewann am Ende Bronze. Dies ist nur eine von vielen Medaillen, die das russische Team, das unter IJF startete, holte. Mit insgesamt fünf Gold-, vier Silber- und neun Bronzemedaillen dominierten die Russen deutlich das Feld.
Teamkollege Matti Göbel war am Sonntag an der Reihe. Sein erster Gegner: Yair Grosmann (Israel). Der Kampf verlief zunächst ausgeglichen, mit zahlreichen Aktionen auf beiden Seiten. Schließlich gelang es dem Israeli mit Yuko für Ippon-Seo-Nage in Führung zu gehen. Trotz enormen Kampfgeist schaffte es Matti Göbel aber nicht den Vorsprung aufzuholen und schied ebenfalls aus dem Wettkampf aus.
Auch wenn es diesmal nicht für eine Platzierung gereicht hat, haben beide NJV-Athlet*innen in diesem Jahr gezeigt, was in ihnen steckt und sich immer wieder behaupten können. Wir drücken die Daumen, dass die bisherigen Erfolge für eine Nominierung ausreichen!