Vier Medaillen für NJV-Starter bei Bundessichtungsturnieren U17

16 männliche und 8 weibliche Judoka versuchten bei den traditionell in Herne und Holzwickede stattfindenden Bundessichtungsturnieren der U17 auf sich aufmerksam zu machen.

Am besten gelang dies Sarah Ischt (MTV Vorsfelde), Laila Göbel (Judo-Team Hannover), Luka Fettköther und Hanna Rollwage (beide Judo in Holle). Sie erreichten vor den Augen der Bundestrainer Platzierungen auf dem Podest. Siebte Ränge 7 von Sarah Sachse (Crocodiles Osnabrück), Katharina Wendt (SV Nienhagen) und Anatolie Kirsch (Judo-Team Hannover) rundeten das Ergebnis aus niedersächsischer Sicht ab.

Besonders stark zeigten sich die NJV-Starterinnen in der Gewichtsklasse bis 40 Kilogramm. Sowohl die Vorsfelderin Sarah Ischt als auch die Hannoveraner Laila Göbel gewannen ihre beiden Kämpfe vorzeitig, ehe sie im direkten Duell aufeinandertrafen. Zuletzt standen sich die beiden Kämpferinnen bei dem Bundessichtungsturnier in Bremen gegenüber. Während Göbel dort die Oberhand behielt, konnte sich bei diesem Turnier Ischt als Bronzemedaillengewinnerin des diesjährigen European Cups in Teplice revanchieren. Mit einer Yukowertung sicherte sich die ein Jahr ältere Sportlerin aus Wolfsburg den Sieg und somit die Goldmedaille vor ihrer NJV-Teamkollegin.

Ebenfalls zwei vorzeitige Auftaktsiege konnte Hanna Rollwage im Limit über 70 Kilogramm für sich verbuchen. Sie siegte gegen Lea Stein aus Thüringen und Laura Augustin aus Schleswig-Holstein, ehe sie sich in ihrer letzten Begegnung Samira Bouizgarne beugen musste. Die Starterin aus Nordrhein-Westfalen, die in diesem Jahr neben anderen die deutschen Farben bei den Eurpäischen Olympischen Jugendspiel vertrat und sich bei zwei European Cups auf das Treppchen kämpfte, erwischte Hanna bereits nach 17 Sekunden auf dem falschen Fuß und sicherte sich vor der Hollerin Gold.

Als einzigem männlichen NJV-Judoka gelang Luka Fettköther der Sprung auf das Podest. Dabei hatte der für Judo in Holle in der Kategorie bis 81 Kilogramm startende Kämpfer einen denkbar ungünstigen Start in das Turnier. Nach einer Niederlage gegen den Wittener Bundesligakämpfer Johannes Mäkelburg galt für ihn schon früh „in der Trostrunde [zu] schauen, was noch möglich ist“. Seine Ambitionen auf eine Medaille untermauerte er nach Siegen gegen Yvo Wittassek – den Athleten des UJKC Potsdam konnte Luka bereits bei der Bundessichtung in Bremen bezwingen – und Davis Kez (Gütersloher JC). Im folgenden kleinen Finale traf er erneut auf Johannes Mäkelburg. Besser auf seinen Gegner eingestellt konnte Fettköther diesen Kampf mit Ippon für sich entscheiden und sich somit die die Bronzemedaille sichern.

Stark ist auch die Turnierleistung von Sarah Sachse einzuschätzen. In der mit 34 Starterinnen besonders stark besetzen Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm verhinderten lediglich Niederlagen gegen die EM-Starterinnen Nora Bannenberg (Nordrhein-Westfalen) und Seija Ballhaus (Schleswig-Holstein) eine noch bessere Platzierung. Entsprechend „einigermaßen zufrieden“ zeigte sich die Osnabrückerin im Gespräch mit dem NJV-Medienteam. Drei Siege führten die DM-Teilnehmerin bis in die Platzierungsränge. Der Kampf um den Einzug in das kleine Finale gegen Ballhaus war denkbar knapp. Erst ein Shido-Bestrafung im Golden Score brachte die Entscheidung zu ungunsten Sachses. „Beim nächsten Mal werde ich erneut angreifen. Ich bin sicher, dass ich sie schlagen kann“, kommentiert die Athletin das Ergebnis.

In der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm erwischte auch Katharina Wendt ein schweres Los, musste mit Marlene Galandi ebenfalls gegen eine EM-Starterin antreten. Nachdem die spätere Turniersiegerin Wendt vorzeitig bezwingen konnte, zeigte die Nienhagerin in der Trostrunde mit zwei vorzeitigen Siegen ihr Können, scheiterte allerdings wie Sachse im Kampf um den Einzug in das kleine Finale.

Anatolie Kirsch gelang als zweitem männlichen Starter mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen der Sprung in die Platzierungsränge. Während er sich nach verlorenem Auftaktkampf in der Trostrunde gegen einen Starter aus Nordrhein-Westfalen mit Waza-ari durchsetzen konnte, musste der Hannoveraner mit einer denkbar knappen Niederlage (mit Yuko) im nächsten Kampf die Hoffnungen auf eine noch bessere Platzierung begraben.

Alle weiteren niedersächsischen StarterInnen schafften dieses Mal in ihren mit bis zu 50 Judoka stark besetzten Teilnehmerfeldern nicht den Sprung ganz nach vorne. Zwei Siege in ihrer Kampfbilanz können Rudolf Schophaus (Judo-Team Hannover) und Nick Angenstein (MTV Vorsfelde) aufweisen. Auch die niedersächsischen Landestrainer gewannen bei diesem Turnier wichtige Erkenntnisse für die Trainingsplanung im nächsten Jahr.

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Fotos: [oben-Siegerehrung bis 40kg]: MTV Vorsfelde; [1-Siegerehung bis 81kg]: Judo in Holle; [2-Laila Göbel]: Judo-Team Hannover; [3-Sarah Ischt]: MTV Vorsfelde; [4-Hanna Rollwage]: privat; [5-Sarah Sachse]: Moritz Frankenberg (NOZ)